Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

26.April 2024-16.Mai 2024

von Jens Raschke

Die tierischen Bewohner eines Zoos, darunter Papa Pavian, ein Mufflon und ein Murmeltiermädchen, führen ein friedliches und beschauliches Leben. Der Zoo liegt direkt neben einem Konzentrationslager, doch die meisten Tiere kümmert es nicht, was auf der anderen Seite des Zauns passiert. Als das Nashorn plötzlich tot ist, taucht ein neuer Bär auf, der unangenehme Fragen stellt und das Leben im Zoo durcheinanderbringt. Er will wissen, wer die Gestreiften sind, die von den Gestiefelten herumkommandiert werden, warum es keinen Vogelgesang gibt und woher der beißende Gestank kommt. Obwohl einige Tiere unruhig werden, möchte Papa Pavian nicht, dass der Frieden gestört wird. Doch der Bär lässt nicht locker und entschließt sich schließlich zum Handeln.

Die Geschichte basiert auf dem realen Zoologischen Garten, der 1938 direkt neben dem Konzentrationslager Buchenwald eröffnet wurde. Der Autor Jens Raschke nutzt die Historie des Ortes, um eine zeitlose Parabel über Anpassung, Mut, Unrecht und Unmenschlichkeit zu erzählen. "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute" wurde unter anderem mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet und regt dazu an, sich mit dem Holocaust und den Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Geschichte stellt wichtige Fragen nach unserem Entscheidungsspielraum und sendet eine klare Botschaft für Freiheit und Zivilcourage. Das Stück schafft einen ersten Zugang, um Kindern auf einfühlsame und nachhaltige Weise eine schwierige historische Thematik zu vermitteln.

Besetzung

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