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Westfalen Blatt 08.11.2011

Liebe und viel Leidenschaft
Beziehungskisten: Schlosstheater Fürstenberg feiert fulminante Premiere

Fürstenberg (WB) Von Rebecca Struck

Temperamentvoll und mit einem großen Augenzwinkern ist das Ensemble des Schlosstheaters Fürstenberg in die neue Spielzeit gestartet. Unter dem Motto »Liebe und Musik« führen die Darsteller das Publikum noch bis März 2012 durch die wirre Welt der Gefühle.

Vor allem auf das weibliche Publikum hatte Moderator Wulf Dominicus ein Auge geworfen - geht es in dieser Saison in Fürstenberg schließlich um »Beziehungskisten und andere Schubladen«. Obwohl seine Flirtoffensive bei den Damen in Reihe eins keine Wirkung zeigte, überzeugte der Moderator mit viel Charme, Energie und Humor in Sachen Liebe. Gekonnt führte er das Publikum durch eine große Bandbreite verschiedenster Liebeslieder, die durch Sketche, A-Capella-Einlagen und Instrumentalstücke ergänzt wurden.

Ob Tupperparty, die Internet-Einkaufssucht der Liebsten oder ein Auftritt der vermeintlichen Band »Goldregen« mit Papp-Instrumenten: Auch hier standen Liebe, Leidenschaft, die Macken des Partners und Trennungsschmerz im Mittelpunkt.

Den Anfang der farbenfrohen Revue machten die Songs »The way to your heart« von Soulsister und »Reet petite« von Soul-Sänger Jackie Wilson. Bereits hier brachten die kraftvollen Stimmen des Ensembles das Publikum zum mitswingen. Romantisch ging es auf der Bühne mit einem Hit aus den 90er Jahren zu: Mit Pe Werner beschrieb Sängerin Anna-Maria Brückner »Dieses Kribbeln im Bauch«. Maria Sievers träumte im Showgirl-Look von einer »Night like this« und versuchte vergebens, mit dem gesäuselten Popsong der Sängerin Caro Emerald den Cowboy ihrer Träume zu bezirzen.

Mit einem Sketch holte Marion Schröder die Träumenden schnell zurück in die Realität: Job aufgeben, Socken waschen, Kinderstreit ertragen - und das alles, für des Ehemanns Karriere. »Ich will keine Schokolade« brach es da lautstark aus ihr heraus. Ein weiterer Höhepunkt vor der Pause: Marius Müller Westernhagens »Sexy«, kraftvoll geschmettert von Wulf Dominicus im silberfarbenen Anzug.

Ob sexy Western-Look, romantisches Abendkleid oder Sänger Thomas Golüke im Wolfgang-Petry-Outfit: Auch bei dieser Show ist jedes Kostüm ein Unikat. »Und sie werden Keines zweimal bei uns finden«, betonte die künstlerische Leiterin Bärbel Mihm.

Das Ensemble interpretierte auf seine Weise Künstler wie Joe Cocker oder auch Ireen Sheer mit »Heute hab ich Kopfweh«. Donna Summers »Hot Stoff« rundete das Programm aus Schlager-, Pop-, Rock- und Soulstücken ab. Mit »Total eclipse of the heart« - Bonnie Tylers 80er-Jahre-Hit - lief das Ensemble noch einmal zur Höchsform auf. Das Publikum bedankte sich für die furiose Premiere, auf die das Ensemble fast zehn Monate hin gearbeitet hat, mit anhaltendem Applaus. Drei Stunden Programm vergingen schnell, so dass Moderator Wulf Dominicus lautstark von den Darstellern erinnert werden musste: »Wulf, die Show ist vorbei!« Dabei geht es jetzt erst richtig los: Insgesamt 28 Aufführungen stehen den Laien-Darstellern und Sängern bevor. Aber Achtung: Viele Vorstellungen sind bereits jetzt ausverkauft.
  
  

 
 
Schlosstheater im Dreiländereck