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Täglicher Anzeiger Holzminden 24.07.2007

"Ach wie gut, dass niermand weiß...".
"Rumpelstilzchen" auf der Stahler Freilichtbühne begeistert große und kleine Märchen-Fans

Stahle. Einen der Klassiker der Märchen der Brüder Grimm hatte sich das "Schlosstheater" unter der Leitung von Bärbel Mihm vorgenommen. Der Schauspielertruppe ist eine absolut erstklassige Bühnenfassung von "Rumpelstilzchen" gelungen, die jetzt auf der Stahler Freilichtbühne Premiere feierte. Viel Beifall gab es zu Recht für das Spiel von Rumpelstilzchen und der Müllerstochter. Insgesamt wird dieses Stück noch acht Mal in Stahle aufgeführt.

"Heißt du vielleicht Muckelbär oder Vogelfuß? Oder doch Borgolte?" Marie rätselt und rätselt, doch der richtige Name des Männchens will ihr einfach nicht einfallen. Das Publikum verfolgt gespannt die Suche nach dem passenden Namen. Besonders die kleinen Märchen-Freunde haben ihre helle Freude und blicken gebannt auf das rätselhafte Kerlchen aus dem Wald, das jeden noch so absurden Namensvorschlag der Königin lediglich mit einem schrillen Lachen quittiert. Am Sonntag feierte das Ensemble des "Schlosstheaters" Premiere mit dem Brüder Grimm Märchen "Rumpelstilzchen". Gut gefüllt waren die Ränge der Freilichtbühne Stahle. Besonders viele Familien kamen, um sich das bunte Schauspiel anzusehen.

Es war eine Premiere, die die Zuschauer begeisterte. Da gingen die Mitglieder des Theaters nicht nur in ihren Rollen auf und boten eine überzeugende Leistung, es wurde auch gesungen und selbst König Knickerbocker wagte ein Tänzchen mit seinem Schatzmeister. Unter der Leitung von Barbara Mihm bewies das Schlosstheater einmal mehr, mit welch hervorragendem Spiel es aufwarten kann und wie gut das Ensemble miteinander harmoniert. Um es einfach zu sagen: Dieser Theater-Nachmittag war ein kurzweiliger und sehr unterhaltsamer Spaß für die ganze Familie, große und kleine Besucher kamen gleichermaßen auf ihre Kosten. Denn auch den ein oder anderen ironischen Seitenhieb hat Barbara Mihm, die für die Texte verantwortlich zeichnete, ihren Akteuren in den Mund gelegt. So bot diese Aufführung des "Rumpelstilzchen" neben frechen Texten und einigen Gesangseinlagen sogar "Spezialeffekte", die besonders die kleinen Märchen-Fans ins Stauen versetzten.

Die Schauspieler agierten auf der Bühne äußerst professionell: Allen voran Birgit Auel, die die Rolle der Müllerstochter Marie sehr überzeugend spielte und mit schönen Gesang erfreute. Majestätisch über die Freilichtbühne schritt Daniel Hartmann als König Knickerbocker, stets gefolgt von seinem gierigen Schatzmeister (Hans-Jürgen Höna). Björn Schwarzer gab den Müller Mehlsack und tat mit steten Übertreibungen das Übrige zum Schicksal seiner Tochter. Daneben erfreuten Peter Loos als Pastor, Barbara Pallentien-Meseck in der Rolle der Lehrerin, die Schulkinder, sowie Holger Klages als Briefträger die Zuschauer mit ihrem Spiel und Gesang.

Besonderen Applaus verdiente sich Iris Kayser als dämonisches Rumpelstilzchen, das versuchte, die Königin zu "erpressen". Doch Märchen finden meistens ein gutes Ende und auch Barbara Mihm und das Schlosstheater sorgen für ein Happy-End und eine kinderfreundliche "Lösung".

Die Premiere des "Rumpelstilzchen" bildet den Auftakt einer ganzen Serie von Aufführungen: So wird das kleine, bärtige Männchen erneut am 28. und 29. Juli, am 4. und 5. und 18. und 19. August, sowie am 25. und 26. August auf der Freilichtbühne Stahle ums Feuer tanzen und singen. Alle Aufführungen beginnen jeweils um 16 Uhr.

  
  

 
 
Schlosstheater im Dreiländereck