Rückblick
  Galerie
  Leitung
  Ensemble
  Gästebuch
  Kontakt
  Presse
  Impressum


Täglicher Anzeiger Holzminden 12.11.2007

Schlosstheater-Revue ist so jung wie vor zehn Jahren
Witzige Gags und humorvoll inszenierte Darbietungen mit Reminiszenzen an die vergangenen Jahre

Von Hans-Jürgen Höna

Fürstenberg: "Nachtschwärmer", "Sommer-Cocktail", "Movie-Stars" - manch einem kommt es vor, als wäre es gestern gewesen, und doch, es sind zehn Jahre her, seitdem die erste Revue im Schlosstheater Fürstenberg für die Bühne ging. Zehn Jahre Stimmung, Tanz, Gesang, zehn Jahre Begeisterung im Publikum durch zehne Jahre mitreißende Bühnen-Shows, zehn Jahre ein farbiger Punkt im grauen November! Ein Grund, zurückzublicken, ein Grund, sich zu erinnern.

Das tat Moderator, Schauspieler und Regisseur Wulf Dominicus bei der Premiere am Sonnabend Abend gleich zu Beginn und zog ein Resümee: 200 Aufführungen gab es in den zehn Jahren, 200 Lieder wurden gesungen, insgesamt 60.000 Zuschauer sahen 55 Darsteller, eine Europalette Gummibärchen wurde vernascht und ein Feueralarm sorgte für unfreiwillige Gemeinsamkeit im vollbesetzten Theatersaal.

Vollbesetzt war der Saal auch bei der neuen Revue des Schlosstheaters, und die Zuschauer erlebten einen heiteren, bunten Abend mit amüsanten Spielszenen, witzigen Pantomimen und überraschendem Improvisationstheater, eingebunden in die Gesangs- und Tanzdarbietungen. Theaterleiterin Barbara Mihm (Regie), Moderator Wulf Dominicus und Choreographin Sarah Müller hatten für eine ausgewogenen Mischung der unterschiedlichen Sparten gesorgt und die 17 Akteure (sieben männliche und zehn weibliche) auf der Bühne sorgten, unterstützt von einer reibungslos ablaufenden Technik und einem glänzend eingespielten Back-Stage-Team, mit bester schauspielerischer, gesanglicher und tänzerischer Qualität für drei Stunden hervorragende Unterhaltungskunst, bei der keine Minute zu lang wurde.

Es waren Reminiszenzen an die vergangenen zehn Jahre, Erinnerungen, aber ohne Widerholungen, Lieder, Texte und Szenen, die in die vergangenen Revuen zeitlich oder thematisch gepasst hätten, aber nicht aufgenommen werden konnten, weil sonst die mitteleuropäische Schlosstheaterrevue-Standartzeit von drei Stunden weit überschritten worden wäre.

So wurden zehn Jahre Revuegeschehen zusammengefasst mit dem, was in den bisherigen Jahren gefehlt hat, "Ein Freund, ein guter Freund" und "Cinema" in "Movie-Stars", "Music" von John Miles in "Thank You For The Music" oder das Elvis-Presley-Medley für "Die Zeit danach", jene Revue, mit der das Schlosstheater seine Erfolgsserie 1997 gestartet hatte. Dazwischen Paul Gough mit seiner gelungenen Kofferpantomime, Sarah Müller und Olav Birkoben mit gekonnten Tanzeinlagen und Wulf Dominicus mit seiner vielseitigen schauspielerischen Begabung, das eine Mal als Hausmeister Harald Paslewski , das andere Mal als psychisch angeknackster Malte, dann wieder als Moderator, und immer wieder verstand er es, auch das Publikum zum Revuestar zu machen, zum Beispiel wenn eine Zuschauerin die Geschwindigkeit bestimmt, mit der ein Schlager gesungen wird, oder wenn er sich von Personen aus dem Publikum mit Porrzellanglasur einstreichen lässt, um sich "porzellanisieren" zu lassen. Allerdings konnte die Revue im zehnten Jahr zwischen witzigen Gags und humorvoll inszenierten Gesangsdarbietungen nicht ohne einen Schuss wehmütiger Erinnerungen über die Bühne gehen, nicht ohne dass des Gründers und Initiators der Revuen gedacht worden wäre, Detlev Mihm, der 2006 durch eine langwierige Krankheit mitten aus der Theaterarbeit herausgerissen wurde.

Obwohl das Thema der neuen Revue schnell feststand, war die Suche nach einem passenden Titel nicht ganz einfach. Schließlich entschied man sich für "Zeitlos", das betrifft die Musik, das betrifft das Ensemble, das betrifft das Theater und das betrifft natürlich auch die Aufführungen, in denen die Zeit drei Stunden lang stehen zu bleiben scheint, und auf die Ensemblemitglieder, die von Anfang an in jeder Revue dabei waren, trifft der maßgeschneiderte Untertitel zu; Älter werden wir später!" Karten gibt es nur noch für die Aufführung am Sonntag, 18. November um 19 Uhr beim Kartentelefon unter der Nummer 05273-88889.
  
  

 
 
Schlosstheater im Dreiländereck