Rückblick
  Galerie
  Leitung
  Ensemble
  Gästebuch
  Kontakt
  Presse
  Impressum


Neue Westfälische 26.01.2015

Neues Aushängeschild der Kreisstadt
Erste Residenz-Premiere des Schlosstheaters in ausverkaufter Stadthalle frenetisch gefeiert

von Burkhard Battran

Höxter. Mit stehenden Ovationen und enthusiastischem Applaus haben mehr als 600 Zuhörer in der ausverkauften Residenz-Stadthalle die erste Höxter-Premiere des Schlosstheaters gefeiert.

"Wir waren noch nie vor einer Premiere so nervös wie heute, denn mit dem Umzug nach Höxter verbinden wir auch einen künstlerischen Neustart", sagte Schlosstheater-Intendantin Bärbel Mihm. Der ist gelungen. Das Publikum hat die neue Revue "Wahnsinn - Normal ist anders" am Samstag frenetisch gefeiert.

Der Inhalt ist schnell erzählt. Eine Wohngemeinschaft will mit Freunden das Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien gucken. Aber es kommt dauernd etwas dazwischen. Auch die neue Revue enthält wieder mitreißend choreographierte Tanzszenen, verrückte Kostüme, witzige Gags und viel, viel live gesungene Musik. Erstmals aber steht auch eine richtige Band auf der Bühne. "Das ist eine Idee, die ich immer schon realisieren wollte, aber aus platztechnischen Gründen ließ sich das bisher in Fürstenberg nicht umsetzen", erklärte Regisseur Wulf Dominicus (39).

1997 hat das Schlosstheater im Veranstaltungssaal des Fürstenberger Schlosses seine erste Winterrevue auf die Bühne gebracht. Wegen des Umbaus im Schloss musste das Theater dort im vergangenen Jahr ausziehen. Es fand in Höxter ein neues Domizil und ist mit der aktuellen Revue zu einem neuen Aushängeschild der Kreisstadt geworden. "Das Schlosstheater trifft den Nerv der Zeit und ist ein Garant für beste Unterhaltung", sagte Bürgermeister Alexander Fischer.

Neben der herausragenden Musikalität besticht die neue Revue "Wahnsinn" vor allem auch mit originellen Theaterszenen. Da wird zwischen Bühnenhandlung und Direktansprache des Publikums hin- und hergewechselt. Und auch bei der Liveband wechselt laufend die Besetzung. Anders als im Musical, wo Band und Darsteller unterschiedliche Gruppen bilden, sind beim Schlosstheater alle Musiker auch Schauspieler.

Einen richtig tollen Job erledigt in der neuen Revue der Paderborner Pianist Nico Happe (27). Er hat nicht nur die musikalische Gesamtleitung und spielt Klavier, sondern geht auch noch in der Rolle des spießigen WG-Vermieters "Klaus-Dieter" voll auf.

Eine sehr schöne Spielszene haben auch Wulf Dominicus und Sängerin Bianca Schwarze (41, Brakel) zusammen. Sie singt eine Sopran-Arie, während er den nächsten Programmpunkt ansagen möchte. Es gibt nur einen Weg, damit sie mit dem Singen aufhört: Man muss sie hochheben. Aus dieser Situation entwickeln die beiden eine brillante Bühnenszene.

Wer beim Schlosstheater eine Hauptrolle spielen will, muss schauspielern und singen können. Das gilt in der neuen Produktion vor allem für die WG-Bewohner. Überragend agieren hier Sebastian Hegener, Thomas Golüke, Nico Happe, Björn Schwarzer, Carina Stickel, Bianca Schwarze, Frauke Hein und Sophia Friedrich. Als VIP-Gäste der Wohngemeinschaft legten Anna-Katharina Stemler aus Bökendorf in der Rolle der "Tine Wittler" und Maria Sievers aus Beverungen als "Helene Fischer" tolle Auftritte hin.

Als Musiker, in der Tanzformation und in weiteren Rollen bereicherten Björn Tegeler, Andreas Seifert, Carolin Bölke, Susanne Braun, Frauke Hein, Sarah Müller, Ina Rox und Maria Sievers das 17-köpfige Bühnenensemble des Schlosstheaters.

  
  

 
 
Schlosstheater im Dreiländereck