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Neue Westfälische 18.08.2015

Die letzte Revue des Schlosstheaters
Ensemble verabschiedet sich von seinen Fans mit Höhepunkten aus zehn Jahren

Holzminden. (NW)

In einer grandiosen Best-of-Revue präsentierten die Sänger, Schauspieler und Tänzer des Schlosstheaters Fürstenberg noch einmal ihre Höhepunkte aus über zehn Jahren gemeinsamer Spielzeit. Von den knapp 1.000 Besuchern wurden sie für ihre temporeiche Darbietung frenetisch gefeiert. An den gelungenen Abgang wird man sich wohl noch lange erinnern.

Der Auftritt, der im Festzelt auf der Steinbreite in Holzminden stattfand, bildete den Auftakt des Schützenfests der niedersächsischen Kreisstadt. Für das Ensemble aber war der Auftritt das Finale: Mit der Revue hat sich das Theater, wie es in seiner jetzigen Form besteht, von seinen Fans verabschiedet. Es war zum letzten Mal unter der künstlerischen Leitung von Bärbel Mihm zu sehen. "Wir treten heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf", sagte Moderator und Sänger Björn Tegeler zu Beginn des letzten offiziellen Auftritts des Schlosstheaterensembles. "Unsere geliebte Bärbel Mihm wird in den verdienten Theaterunruhestand gehen."

Bärbel Mihm hatte das Theater vor 18 Jahren zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Detlev Mihm gegründet. Weil sich die Intendantin aus dem Theaterleben jetzt aus verschiedenen Gründen zurückzieht (die NW berichtete), wird die Schlosstheater GmbH aufgelöst.

Bei der Abschiedsrevue im Holzmindener Festzelt zeigte sich das Schlosstheaterensemble noch einmal in seiner Höchstform. In einer mehr als dreistündigen Bühnenshow unter dem Motto "alt & neu" präsentierten die Akteure den Besuchern einen glanzvollen Streifzug durch die vergangenen Revuen. Dabei überzeugten die Künstler nicht nur durch ihr äußerst breit gefächertes musikalisches Repertoire und das gesanglich hohe Niveau, sondern auch durch tänzerisches Können und große Publikumsnähe. In rasantem Tempo löste eine eindrucksvoll choreographierte Tanzszene die nächste ab, ein musikalisches Genre das andere. Und die Darsteller wechselten in kürzester Zeit ihre Kostümierung: Mal stürmten sie im Hippie-Outfit die Bühne, mal als Cowboy oder Indianer verkleidet, dann wiederum waren sie in Alpentracht oder Bauern-Look zu sehen, um kurz darauf mit dem typischen Glitzer, Glanz und Glamour der 80er Jahre ins Rampenlicht zu treten. Die Kostüme passten - wie immer in den Revuen des Schlosstheaters - perfekt zu den Themen der dargebotenen Musikstücke. Diese reichten von Schlagern wie "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher, "Macho Macho" von Rainhard Fendrich, "Tausendmal berührt" von Klaus Lage oder "Moskau" von Dschinghis Khan über Popsongs wie "I don't feel like dancin?" von den Scissor Sisters, "Wo sind all die Indianer hin" von PUR oder "Super Trouper" von ABBA bis hin zum Party- und Stimmungshit "Wer hat dem Affen den Popo rasiert" von Libero 5 oder dem Titelsong der Kult-Zeichentrickserie Heidi.

Das Schlosstheaterensemble setzte in seiner temperamentvollen Bühnenshow stark auf das Publikum. Und dieses bewies beim Mitsingen des Schlagers "Atemlos durch die Nacht" von Helene Fischer seine größte Textsicherheit. Kaum mehr zu halten war es, als Paul Gough alias "Lothar" mit seiner E-Gitarre den Hard-Rock-Klassiker "Highway to Hell" von AC/DC zum Besten gab.

Nach dem in dieser Saison geänderten Revue-Konzept hat das Schlosstheater von seinen Fans viel Kritik einstecken müssen. Für ihre Abschiedsrevue ernteten die Akteure allerdings überaus großzügigen Beifall. Mit der Aufführung gelang dem Theaterensemble nämlich genau das, was man sich für einen Schützenfestauftakt wünscht: Eine unterhaltsame Show mit viel Witz, schwungvoller Partymusik, die zum Mitsingen und zum Tanzen einlädt und auf die kommenden Tage feuchtfröhlichen Feierns einstimmt.

  
  

 
 
Schlosstheater im Dreiländereck