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Neue Westfälische 16.11.2009

Donnerwetter!
In der Winterrevue des Schlosstheaters Fürstenberg geht's quer durch alle Klimazonen

Fürstenberg (NW) von R. Hoffmann-Wittenburg

Alle reden vom Wetter. Alle interessiert es, jeder versteht was davon, und wenn Gesprächsflüsse versiegen oder überhaupt erst einmal in Gang gebracht werden müssen, ist das Thema Nummer 1 die Rettung schlechthin. Jetzt hat sich auch das Schlosstheater Fürstenberg dieses ewig aktuellen Themas angenommen. "Donnerwetter! - Von Regen und Eis bis ganz schön heiß", lautet der Titel der Winterrevue 2009/2010, die am Wochenende vor vollem Haus mit knapp 400 Besuchern glanzvolle Premiere feierte.

Bis auf die Aufführung am Sonntag, 3. Januar 2010, für die noch Eintrittskarten vorliegen, sind die ersten acht Aufführungen schon jetzt komplett ausverkauft. "Donnerwetter!" kann man da nur sagen. "Donnerwetter!" sagte auch das Publikum, das nach erstem Blitzeinschlag und Donnergrollen im Reggae-Sound nach Johnny Nash (I can see clearly now) klar und deutlich den Regenbogen sah, der sich farbenprächtig über eine erneut schillernde und bunte Show mit Charme, Pep und Humor spannte. Von Moderator Wulf Domenicus, der in amüsanten Sketchen durchs Programm führte, animiert, sich zu äußern, wenn etwas besonders gut gefällt, zog sich das anerkennend gemurmelte und laut hinausgerufene "Donnerwetter!" seitens des Publikums wie ein roter Faden durch die ganze Show.

Schwungvoll, mit originellen Ideen und viel Spaß, der sich von Beginn an aufs Publikum übertrug, präsentierten die 17 singenden und tanzenden Schauspielerinnen und Schauspieler eine breite Auswahl aus dem unerschöpflichen Reservoir der vielen schönen Lieder, die das Wetter zum Thema haben. Traditionelle Klassiker wie "Raindrops keep fallin’ on my Head" von B. J. Thomas, "I can stand the Rain" von Tina Turner oder Nana Mouskouris "Guten Morgen, Sonnenschein" werden in dieser Show gründlich entstaubt ebenso frisch in Szene gesetzt wie die witzige "Fata Morgana" der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, Szenen aus Michael Jacksons "Thriller" oder aktuelle Hits wie "Hot and cold" von Katy Perry. Da fehlen auch immer wieder gern gehörte Schlager-Evergreens wie das legendäre "Wochenend und Sonnenschein" von den Comedian Harmonists, "Die Sonne und du" von Udo Jürgens und das seit den 20er Jahre Sommerfreude auslösende "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen" nicht.

Mit Sonne, Wind und Regen werden Stimmungen und Gefühle zum Ausdruck gebracht, die sonst nur schwer in Worte zu fassen sind. "In Verbindung mit den Melodien werden sie zu einer Sprache, die jeder versteht und die jeden berührt", erläutert Theater-Chefin Barbara Mihm. Genau hier setze das "Donnerwetter" an. "Auf einer gemeinsamen Reise durch die verschiedenen musikalischen Klimazonen wollen wir den Menschen so auch in der kalten Jahreszeit den Sonnenschein ins Gemüt zaubern."

Dass hinter dieser "Zauberei" viel Arbeit, Können, Kreativität und Begeisterungsfähigkeit stecken, vermittelte sich nicht nur durch die Pracht der wunderbaren Kostüme, sondern auch durch hervorragende Choreografie, bei der mit Diplom-Tanzpädagogin und Co-Regisseurin Sarah Müller und Theater-Pädagoge und Regisseur Wulf Domenicus echte Profis am Werke waren. Im Zuge des sich allmählich einleitenden Generationswechsels wird Sarah Müller ebenso wie Thorsten Stickel, der Mann am Mischpult und Sohn von Theaterchefin Barbara Mihm, zukünftig Aufgaben innerhalb der Geschäftsführung des Schlosstheaters übernehmen.

  
  

 
 
Schlosstheater im Dreiländereck