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Neue Westfälische 08.11.2010

Atemberaubende Revue
Premiere von "Der Nächste bitte . . ." des Schlosstheaters Fürstenberg begeistert das Publikum

VON MELANIE PETER

Fürstenberg. In jedem Namen steckt eine Melodie - das stellte das Schlosstheater Fürstenberg jetzt mit der Premiere von "Der Nächste bitte..." spritzig, klangvoll und farbenfroh unter Beweis. Wie ein roter Faden zogen sich die Namen durch die neue Revue, die das Ensemble durchweg professionell präsentierte.

Als der Moderator auf die Bühne trat und das Publikum mit den Worten "Hallo Fürstenberg" begrüßte, war nur ein stummer Hinweis auf sein T-Shirt mit Namenszug nötig, und aus dem Zuschauerraum klang ein vielstimmiges "Hallo Wulf". Humorvoll führte Wulf Dominicus durch die Revue, immer wieder unterstützt von Mitgliedern aus dem Ensemble. Das Ensemble begrüßte die Zuschauer ebenfalls in schwarzen T-Shirts mit Namenszug.

Namen waren auch in den Liedern der Revue der Dreh- und Angelpunkt. Die Sänger und Tänzer der 17-köpfigen Besetzung brachten eine tolle Show auf die Bühne, die keine Wünsche des Publikums offen ließ. Den Anfang machte der Song "Schwarzer Kater Stanislaus" von Siw Malmkvist, bei dem einige hübsche Katzen, geschmeidig über die Bühne huschend, dem Kater die Krallen stutzten. Zu jedem Titel gab es eine passende Choreographie mit fantasievollen Kostümen, mal glitzernd verrucht, wie bei Marius Müller-Westernhagens "Willenlos", mal volkstümlich, wie bei dem allseits bekannten Titel "Heidi" oder "Rups am Grill" von den Randfichten.

Immer wieder brachte das Ensemble Überraschungseffekte in ihre Darbietungen, die manche Lieder wie "Lena" von PUR oder "Ich bin der Martin" von Dieter Krebs in einen für das Publikum amüsanten Kontext stellten. Ein Klangerlebnis der besonderen Art kam den Zuhörern bei der Präsentation des Titels "Anna hat Migräne" von den Wise Guys zu. Das A-cappella-Lied stand dem Original in nichts nach.

Zwischen den einzelnen Titeln brachte Moderator Wulf Dominicus das Publikum auf Trab, obwohl er das vereinbarte Zeichen für den Jubel gar nicht gebraucht hätte. Das Publikum war ohnehin begeistert und wurde immer wieder in die Show mit einbezogen. Gemeinsam wurde gejodelt und gesungen, und die Damen bekamen nützliche Tipps in musikalischer Form für die Vermeidung des Schlangestehens vor den Toiletten.

Auch eine kleine technische Panne, als das Mikrofon kurzzeitig ausfiel, konnte der guten Stimmung auf und vor der Bühne nichts anhaben - humorvoll und charmant überbrückte Moderator Wulf Dominicus den kleinen Aussetzer. Richtige Partystimmung kam mit den Darbietungen von "Come on Eileen" der Hermes House Band, "Mr. Pitiful" von The Commitments oder "Proud Mary" von Creedence Clearwater Revival auf, ebenso beim Klassiker "Sweet Caroline" von Neil Diamond. Es gab aber auch ruhigere Momente, die eine Verschnaufpause von der temperamentvollen Revue boten, so bei "Breakfast at Tiffany's" von Deep Blue Something.

Den fulminanten Abschluss bildete "Mambo Nr. 5" von Lou Bega, als das gesamte Ensemble noch einmal zu Höchstform auflief, und den Saal zum Beben brachte. Das Publikum ließ den gelungenen Premierenabend jedoch noch nicht enden - zwei Zugaben erklatschten sich die Zuschauer im ausverkauften Saal, bevor sie die Akteure nach einer atemberaubenden Revue in ihre wohlverdiente Premierenparty entließen.

Das Schlosstheater Fürstenberg besticht durch seine familiäre Atmosphäre, was auch vom Publikum geschätzt wird. Für die Revue "Der Nächste bitte..." haben viele Namen Pate gestanden.

Die ausgereiften Gesangs- und Tanzeinlagen verdankt das Publikum den 17 Akteuren: Olav Birkoben, Carolin Bölke, Susanne Braun, Anna-Maria Brückner, Wulf Dominicus, Thomas Golüke, Charlotte Hedderich, Sebastian Hegener, Martin Klinkemeier, Sarah Müller, Sergej Rau, Stefanie Reker, Bianca Schwarze, Björn Schwarzer, Maria Sievers, Carina Stickel und Stefanie Wullenkord.

Ein halbes Jahr lang haben die Mitglieder des Ensembles unter der Leitung von Carina Stickel und Nico Happe (musikalische Leitung), Sarah Müller und Wulf Dominicus (Choreographie und Regie) und Bärbel Mihm (Gesamtleitung) geprobt. Am Ende der Premiere bedankte sich das gesamte Ensemble bei "Mama" Bärbel mit einem riesigen Blumenstrauß. Ohne Bärbel Mihm wäre das Schlosstheater Fürstenberg nicht das, was es heute ist.

Ein großer Applaus ging auch an die unverzichtbaren Leute hinter der Bühne, die sich für die Bühnengestaltung, die Technik, die Maske, für Kostüme und Requisiten verantwortlich zeigen. (mep)

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Schlosstheater im Dreiländereck